9 Gründe warum du stillen solltest

Die 9 Vorteile des Stillens

Stillen mag dir auf den ersten Blick ganz schön umständlich und einschränkend erscheinen. Als Mama sollst du beispielsweise während der Stillzeit auf deine Ernährung achten und darfst keinen Alkohol trinken.

Doch diesen Einschränkungen stehen riesige Vorteile gegenüber. Muttermilch birgt das natürliche Potential für die optimale körperliche und geistige Entwicklung deines Lieblings. Sie ist gesünder – und zudem billiger – als Flaschennahrung. Und wenn du stillen kannst und willst, profitierst sogar du als Mama vom Stillen.

Wie und warum verrate ich dir hier.

1. Muttermilch senkt das Allergierisiko um 50%

Studien beweisen: das Allergierisiko deines Babys wird um bis zu 50% reduziert wenn es in den ersten 6 Monaten gestillt wird.

Kinder von Eltern mit Allergien leben mit einem größeren Risiko, später selbst Allergien zu entwickeln. Der Ausbruch einer Allergie kann aber mit der richtigen Ernährung im ersten Lebensjahr verhindert werden.

Die beste Ernährung zum Schutz vor Allergien ist und bleibt einfach Muttermilch. Sie enthält Antikörper, die sich wie ein Schutzmantel über die noch nicht voll ausgereifte Darmschleimhaut deines Babys legen. Somit wird weitestgehend eine Aufnahme von Allergenen in den Körper verhindern.

Aus diesem Grund empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO das ausschließliche Stillen für die ersten 6 Monate des Kindes.

2. Muttermilch boostet das Immunsystem

Muttermilch beugt nicht nur Allergien vor – sie unterstützt generell das noch nicht voll entwickelte Immunsystem deines Babys. Die in der Muttermilch enthaltenen Antikörper, Mineralien, Spurenelemente und Vitamine dienen nämlich als Schutz vor Infektionen, vor allem zu Beginn der Stillzeit. Über die Muttermilch gibst du deinem Kind den so genannten Nestschutz: eine Immunität gegen Erkrankungen, gegen die du selbst immun bist. Das können sowohl Krankheiten sein, die du bereits durchlitten hast, als auch Krankheiten gegen die du geimpft bist.

Deine Muttermilch unterstützt also voll automatisch das Immunsystem, welches bis zum Alter von zwei Jahren noch nicht vollständig ausgereift ist. Studien haben bewiesen, dass Stillbabys zum Beispiel seltener an Darm- und Atemwegsentzündungen erkranken als Flaschenkinder.

Das liegt auch daran, dass deine Muttermilch sich sogar den Krankheiten deines Kindes anpasst! Wenn dein Baby zum Beispiel einen Infekt bekommt, kannst du beobachten wie deine Muttermilch mit einer gelblichen oder grünlichen Einfärbung darauf reagiert: sie produziert dann nämlich Abwehrkörper, die deinen Liebling wieder gesund machen sollen.

Von deiner Muttermilch profitiert dein Kind sogar noch im Erwachsenenalter. Untersuchungen zeigen, dass Stillbabys als Erwachsene zum Beispiel seltener an Herzerkrankungen, Diabetes und Asthma leiden. Dein Kind kann also gesundheitlich sein ganzes Leben lang davon profitieren, dass du ihm die Brust gegeben hast.

Ein Lesetipp: Wenn du kurz vor der Entbindung stehst, könnte dich auch meine Packliste für die Kliniktasche interessieren. Wenn du magst, kannst du sie auch herunterladen und ausdrucken.

3. Muttermilch fördert die Geschmacksentwicklung

Der Geschmackssinn deines Babys entwickelt sich bereits während der Schwangerschaft. Über den Blutkreislauf gelangt alles, was du isst und trinkst ins Fruchtwasser, welches dein Baby umgibt. Dadurch lernt dein Baby noch im Bauch alle Aromen kennen, die auch du zu dir nimmst – schon ab der neunten Schwangerschaftswoche!

Auch deine Muttermilch nimmt den Geschmack des von dir verzehrten Essens an. Sie übernimmt damit nach der Geburt die Aufgabe des Fruchtwassers zur Weiterentwicklung des Geschmackssinns. Je mehr Aromen dein Baby auch im Zusammenspiel mit dem Geruchssinn kennen lernt, desto besser lernt es diese zuzuordnen.

4. Stillen wirkt beruhigend – auf Mutter und Kind

Babys wollen gehalten werden und Mutters Nähe spüren – wie besser als beim Stillen?

Dein Baby fühlt dich über die Haut. Es hört deinen Herzschlag und nimmt deine Atembewegungen wahr. Es atmet deinen Geruch ein und spürt eine emotionale Verbundenheit. Der physische Akt des Stillens gibt deinem Kind ein Gefühl von Sicherheit, Geborgenheit und Schutz. Das ist eines der angenehmsten und beruhigendsten Dinge für ein Neugeborenes.

Stillen wirkt aber nicht nur für dein Baby beruhigend, sondern auch für dich als Mama. Du schüttest dabei nämlich sowohl das Glückshormon Oxyticin als auch Prolaktin aus. Prolaktin führt mitunter zwar zu Stilldemenz, hilft dir aber vor allem dabei, dem Alltagsstress viel entspannter zu begegnen.

5. Muttermilch beugt Übergewicht vor

Stillen verhindert Übergewicht. Muttermilch enthält nämlich sowohl das Hormon Leptin, was den Fettstoffwechsel reguliert und dem Körper das Sättigungsgefühl signalisiert, als auch eine hohe Menge des Proteins Adinopektin, welches den Körper dazu anregt Fette abzubauen.

Es kann trotzdem sein, dass dein Baby aussieht wie das berühmt-berüchtigte Michelin-Männchen. Aber keine Sorge – wenn du stillst ist das ist vollkommen in Ordnung! Stillfett ist das ‘gesunde’ Fett und verwächst sich. Flaschennahrung hingegen, wenn einmal als Fett angesetzt, verwächst sich nicht mehr so schnell. Studien beweisen, dass Stillbabys im Erwachsenenalter später seltener an Übergewicht leiden als Flaschenkinder.

Stillen beugt jedoch nicht nur in deinem Liebling Übergewicht vor – sondern hilft auch dir als Mama, die Schwangerschaftspfunde wieder abzubauen! Stillende Mütter verlieren diese schneller als Mamas die zur Flasche greifen.

6. Muttermilch fördert die Gehirnentwicklung

Mit Muttermilch zum höheren IQ? Ja, wirklich.

In einer 18 Jahre dauernden Studie mit über tausend Kindern wurde festgestellt, dass Stillbabys deutlich mehr akademische Grade erreichten als mit Ersatzmilch gefütterte Kinder. Weitere Studien in Dänemark bewiesen, dass Stillbabys als Erwachsene einen höheren Intelligenzquotienten aufwiesen als Flaschenkinder.

Das liegt daran, dass bestimmte Fettsäuren in der Muttermilch die Gehirnentwicklung begünstigen. Außerdem muss dein Baby beim Trinken an der Mutterbrust auch sein Gehirn stärker einsetzen als beim Nuckeln an der Flasche. Tests bewiesen, dass während des Trinkens an der Flasche zwei Hauptstammnerven im Gehirn des Babys aktiv sind; beim Stillen an der Brust sind es gleich acht.

7. Stillen fördert die Rückbildung der Gebärmutter

Beim Stillen schüttet dein Körper das Glückshormon Oxyticin aus. Du fühlst dich dadurch zum Einen glücklich und wohl während du dein Baby stillst. Zum Anderen verursacht Oxticin Kontraktionen im Uterus. Diese fördern die Rückbildung deiner Gebärmutter auf ihre normale Größe und senken die Gefahr eine Infektion durch einen Wochenfluss-Rückstau.

8. Stillen verringert das Krebs- und Herzinfarktrisiko der Mutter

Nicht nur Babys profitieren gesundheitlich vom Stillen: auch Frauen, die gestillt haben, leben länger und gesünder. Laut einer Studie der WHO erkranken sie seltener an Brust-, Gebärmutter- und Eierstockkrebs, Osteoporose und Herzinfarkten.

9. Weniger Aufwand durchs Stillen

Durchs Stillen hast du die nächste Mahlzeit und den Snack für deinen Liebling jederzeit richtig temperiert, hygienisch und leicht verdaulich zur Hand. Alles was du als Mutter dafür brauchst, ist eine eigene ausgewogene und gesunde Ernährung. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Stillkugeln hier wunderbar unterstützen können. Ich musste sie damals noch selbst herstellen – du kannst sie jetzt online einfach und bequem direkt zu dir nach Hause bestellen.

Wenn du stillst musst du keine Fläschchen sterilisieren, kein Milchpulver besorgen und kein Geld dafür ausgeben. Im ersten Jahr braucht ein Baby immerhin Säuglingsnahrung im Wert von etwa 900 Euro wenn es nicht gestillt wird.

Auch ist das mit dem Milchpulver so eine Sache: Jedes Baby hat seinen eigenen Geschmack. Es kann dauern bis du das Milchpulver gefunden hast, welches deinem Baby schmeckt. Und wenn du es dann endlich entdeckt hast, ist es bald ausverkauft. Das passiert öfter als man denkt! Die Produzenten kommen mit der Herstellung oft nicht hinterher. Und dann bleibt nur die händeringende Suche nach Restposten bei Bekannten oder über deine Social Media Netzwerke.

Stillen entlastet also das Budget und reduziert den Arbeitsaufwand. Vor allem Nachts und im Urlaub gibt dir das mehr Freiraum – und außerdem mehr Zeit für dich, dein Kind und deinen Partner.

 

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