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So findet ihr die richtige Beikost zum besten Zeitpunkt – mit 4 leckeren Rezepten!

Wann ist der richtige Moment? Welche Lebensmittel sind überhaupt geeignet? Heute möchte ich dir vier verschiedene Beikost-Breie vorstellen. Die vier Rezepte können beliebig abgewandelt werden, so dass dein Baby viel Abwechslung erfahren kann.

Mein Ziel? Ich möchte euch etwas Sicherheit und Gelassenheit zu dem Thema mit auf den Weg geben.

Wann gebe ich welchen Brei?

Dein Baby ist bereit? Es ist etwa sechs Monate alt? Kann alleine aufrecht sitzen? Es greift von selbst nach Nahrung kaut, schluckt und möchte mehr? Dann kannst du stressfrei, spielerisch und ohne Zwang mit der Beikost starten.

Am besten wählst du einen Zeitpunkt an dem ihr beide gut gelaunt und munter seid. Setzt euch zeitlich nicht unter Druck und denkt daran, zunächst geht es nicht darum eine Muttermilchmahlzeit zu ersetzen. Es heißt Beikost, nicht Anstattkost.

Da Muttermilch mit ihrer Zusammensetzung die Aufnahme wichtiger Vitamine und Nährstoffe optimiert und für eine gute Verdauung sorgt, kann es durchaus sinnvoll sein vor der Beikost Mahlzeit zu stillen.

Mit einer Ausnahme ist jede Tageszeit für den Start geeignet. Startet nicht am Abend! Die ungewohnte, neue Nahrung könnte durch die neue Verdauungsaufgabe den Schlaf stören.

Was gebe ich am besten als Erstes?

Hier in Deutschland beginnen die meisten wohl mit Karotte fein püriert. Schaut man sich jedoch Kulturen übergreifend um, ist es wohl gleich ob man mit Obst, Gemüse oder Getreide beginnt. Du hast gelesen, dass Karotten immer mehr in Verruf geraten?

Sie sollen ein gewisses Allergiepotential aufweisen und eine stopfende Wirkung haben. Nun, man liest genauso dass das Allergiepotential überbewertet wird solange zusätzlich gestillt wird. Zudem haben gestillte Kinder mit dieser stopfenden Wirkung weniger Probleme.

Gibt es Alternativen zu Karotten? Ja, genauso geeignet sind Süßkartoffeln, Kürbis oder Pastinaken – am besten in Bio-Qualität.

Wie geht es nun weiter?

Gemütlich! Belasse es zunächst bei einer Brei Mahlzeit und auch bei einer Sorte Nahrungsmittel. Immer wieder liest man, ein neues Lebensmittel pro Woche reicht unseren kleinen Babys. Diese eine Mahlzeit wird mit der Zeit größer und größer. Bis sie schließlich die Stillmahlzeit ersetzt.

Mittlerweile kennst du dein Baby so gut, dass du ein Gefühlt dafür hast wann es Zeit ist den Abendbrei ein zu führen. Als Faustregel gilt maximal eine Beikostmahlzeit einzuführen pro Monat. Geeignet sind abends Gemüsebreie, da sie leicht verdaulich sind. Ein Getreidebrei aus Süßreis oder Rundreis beruhigt und kann unter Umständen für ruhigere Nächte sorgen. Sehr gut verträglich sind auch Getreide – Gemüsebreie!

Übrigens spricht nichts dagegen dem Baby gedünstete Gemüse Sorten als Finger Food am Stück anzubieten. So lernen die Kleinen das Zerdrücken der Lebensmittel mit der Zunge. Und es kann zudem selbstbestimmt aus dem Angebot wählen. Hierzu ein wenig mehr bei www.stillkinder.de.

So kochst du Beikostbrei selbst!

Gemüsebrei

Nimm circa 100g Karotten oder anderes entsprechendes Gemüse. Gare es möglichst schonend in etwas Wasser oder über Dampf. Das fertige Gemüse muss nun nur noch püriert werden. Falls nötig gib etwas Kochwasser für die richtige Konsistenz dazu. Fertig!

Sonst kommt nichts dazu. Kein Salz! Es stört den Geschmackssinn und das natürliche Sättigungsgefühl. Kein Öl! Zum einen wird Öl noch nicht vertragen und zum anderen übernimmt die vorab gegebene Muttermilch die Aufgabe des Öles. Die Zugabe von Öl ist erst notwendig, wenn die Muttermilch Mahlzeit komplett ersetzt ist. Das ist in circa 6-8 Wochen. Geeignet ist dann ein BIO-Baby-Beikost-Öl.

Sollte es zu Verstopfungen kommen oder offensichtlichen allergischen Reaktionen, sollte auf ein anderes geeignetes Gemüse ausgewichen werden.

Nach einigen Wochen, wenn es mit dem Gemüsebrei gut läuft und du mit einer weiteren Mahlzeit beginnen möchtest, eignet sich Getreide.

Getreidebrei

Koche 2-3Tl Süßreis, Vollkorn-Rundreis oder Hirse nach Packungsanleitung. Tipp: Koche das Kochgut gerne auch in Hafer- oder Reismilch. Wenn nötig kannst du das Ganze pürieren und anschießend einen Teelöffel Mandelmuß aus dem Bioladen dazugeben. Mit dem 12. Lebensmonat kann man eine zerdrückte Dattel dazu geben. Die Zugabe von Milch ist nicht notwendig, das Getreide hat genug Nährwerte.

Der Getreidebrei ist eine vollständige Mahlzeit, das heißt vorab zu stillen ist nicht nötig.

Wird bis hierhin vom Baby alles gut vertragen? Dann kombiniere diese beiden Breie!

Gemüse-Getreide-Brei

Das schonend gegarte Gemüse mit dem Getreide mischen, pürieren und 1-2 Tl Öl dazu geben.

Du hast das Gefühl dein Kind isst zu wenig? Kein Kind verhungert mutwillig! Vertraue auf die Kompetenz deines Kindes. Manchmal essen sie mehr, manchmal weniger je nach Tagesform und Entwicklungsphase.

Etwas Süßes für Zwischendurch?

Sehr gerne. Gut geeignet sind süße, säurearme Äpfel oder Birnen. Halbiere das Obst. Eine Hälfte ist für dich. Die andere wird für dein Kind gerieben und kurz gekocht oder gewürfelt und gedünstet vorm pürieren. So ist das Obst leicht verdaulich und kann bedenkenlos zwischendurch gegeben werden. Das ist sogar sehr gut. Denn liegt Obst länger im Magen, weil der noch mit der letzten Mahlzeit beschäftigt ist, könnte es gären und so zu Blähungen führen. Später kann man auch etwas Zimt dazu geben.

Nun kannst du die Rezepte mit allen entsprechend dem Alter deines Kindes erlaubten Lebensmitteln probieren. Viel Spaß und Erfolg dabei! Geignete Lebensmittel für Babys findet ihr zum Beispiel hier.

Bei uns war die Breiphase übrigens sehr kurz. Elias wollte  etwas spüren im Mund und ist sehr schnell zu Fingerfood übergegangen.

Zudem waren wir – zugegebener Maßen – nicht sehr streng mit den genauen Altersangaben. Wir haben Elias vertraut. Hat er zugegriffen, durfte er probieren. Gab es einen wunden Po oder Verdauungsschwierigkeiten, wurde das verdächtige Lebensmittel erst einige Wochen später wieder getestet.

Wie ist es bei dir? Erzähl mir davon, ich lese jeden Kommentar gerne. Falls dir der Beitrag geholfen hat, teile ihn bitte mit deinen Freunden. Danke und bis bald!

PS: Für alle von euch die Fleisch für die Zubereitung vermissen. Auf diesem Gebiet bin ich keine Expertin. Wir brauchen wenig bis gar kein leisch. Unsere Sohn mag es von sich aus bis heute nicht essen, so dass wir diese Ernährungweise anders ausgleichen.

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