So machst du das Stillen Nachts so angenehm wie möglich

Eine der größten Herausforderungen für Mamas mit Neugeborenen ist der Schlafmangel, der durch das Stillen Nachts hervorgerufen wird. Vor allem das Stillen in der Nacht fordert seinen Tribut. Die Stillrunden scheinen von der einen einfach in die nächste überzugehen und sind aufgrund der ständige Schlafunterbrechungen meist extrem ermüdend.

Erschöpfung, Frust, Selbstzweifel und Depression können die Folge sein und deine Zeit mit deinem neuen kleinen Wunder leider auch negativ beeinflussen.

Falls du dich momentan in dieser Situation befindest, verzweifle bitte nicht. Du bist damit absolut nicht allein und es macht dich nicht zur Rabenmutter! Wichtig ist: tief durchatmen, Ruhe bewahren und Schritt für Schritt, Nacht für Nacht, euer ideales nächtliches Stillritual entdecken. Du findest es bestimmt!

Lies weiter für ein paar Infos über das Stillen in der Nacht und einige Tipps und Tricks um es für alle Beteiligten so angenehm wie möglich zu gestalten.

Warum Stillen Nachts wichtig ist

Was frisch gebackenen Mamas dabei helfen kann nicht zu verzweifeln ist die Kenntnis darüber, warum nächtliches Stillen so wichtig ist – sowohl für das Baby als auch die Milchproduktion.

Hier sind sechs Vorteile, die für Stillen in der Nacht sprechen.

Nächtliches Stillen kurbelt die Milchproduktion an

Beim Stillen produziert Mamas Körper mehr Prolaktin, also das Hormon, das die Milchproduktion antreibt. Nächtliches Stillen sorgt also dafür, dass die Milchproduktion nicht eingestellt wird.

Babys haben kleine Mägen

Der Magen eines Neugeborenen ist winzig. Zur Zeit der Geburt hat er eine Kapazität von bis zu 20ml Flüssigkeit, was mit zunehmendem Alter des Kleinen natürlich zunimmt.

Muttermilch entleert sich aus diesem kleinen Magen innerhalb von einer Stunde. Klar, dass sie demnach auch öfter hungrig werden.

Die nächtliche Nahrungsaufnahme macht einen großen Teil der Gesamtaufnahme aus

Die Muttermilch, die Babys nachts zu sich nehmen, macht einen wichtigen Teil der täglichen Gesamt-Nahrungsaufnahme aus – laut Studien nämlich 20%.

Stillen in der Nacht hilft Babys zu schlafen

Unser Biorhythmus wird durch Hormone reguliert, die uns zum einen dabei helfen aufzuwachen und mit Energie durch den Tag zu gehen und zum anderen dafür sorgen, dass wir nachts gut einschlafen.

Babys haben in den ersten zwei Monaten ihres Lebens keinen eigenen Biorhythmus, sondern müssen ihn erst aufbauen. Dabei hilft Mamas eigener Biorhythmus, denn ihre Muttermilch enthält Melatonin, das Hormon das Schlaf einleitet und reguliert.

Die Aufnahme der Muttermilch unterstützt deinen Liebling also dabei, einen eigenen Biorhythmus aufzubauen.

Stillen schützt vor plötzlichem Kindstod

Der vielleicht wichtigste Grund für Stillen in der Nacht könnte darin liegen, das Risiko des plötzlichen Kindstods (SIDS) zu verringern.

Australiens führende Gesundheitsorganisation, das National Health and Medical Research Council, gibt an, dass Stillen mit künstlicher Säuglingsnahrung das Risiko von SIDS um 56% erhöht.

In Perspektive gesetzt bedeutet das: statt einem SIDS-Risiko von 1 aus 3.000 Geburten, würde das füttern aller Babys mit künstlicher Säuglingsnahrung eine Erhöhung des Risikos auf 3 aus 3.000 Geburten bedeuten.

Stillende Mütter bekommen tatsächlich mehr Schlaf

Studien ergeben, dass eine gemischte oder komplett künstliche Fütterung sowohl die Schlafzeit einer Mama reduzieren als auch gleichzeitig ihre Zeit zum Einschlafen steigern, im Gegensatz zum Stillen an der Brust.

Mütter, die ausschließlich von der Brust stillen bekommen demnach 40 – 45 Minuten mehr Schlaf pro Nacht. Das hört sich erst einmal nicht nach viel an, kann aber für mit Schlafmangel geplagte Mütter einen riesigen Unterschied bedeuten.

Bed-Sharing – ja oder nein?

Bed-Sharing, also das gemeinsame Schlafen von Eltern und Baby im gleichen Bett, ist teilweise heftig umstritten. Mehrere unabhängige Studien zeigen jedoch klare Vorteile des Bed-Sharing – nicht nur wenns ums Stillen geht.

Eine nächtliche Trennung von Mutter und Kind erhöht beispielsweise das Risiko des vorzeitigen Abstillens.

Auf der anderen Seite hat das Zusammenschlafen die Vorteile, dass es

  • vorbeugend gegen mütterliche Wochenbettdepression wirkt,
  • das Stillen in der Nacht einfacher macht,
  • Stress bei deinem kleinen Liebling reduziert, und
  • sich positiv auf seine Atmungs- und Temperaturregulation auswirkt.

Außerdem weinen Babys in der Nähe ihrer Mutter weniger und schlafen besser.

Trotz der nachgewiesenen Vorteile des Bed-Sharings gibt es ein paar Risiken, die das gemeinsame Schlafen für deinen Liebling gefährlich machen können, vor allem wenn:

  • du Raucherin bist oder während der Schwangerschaft geraucht hast
  • ihr (die Eltern) Alkohol getrunken habt
  • ihr Drogen oder Medikamente genommen habt, die das Reaktionsvermögen beeinflussen, insbesondere Schlafmittel
  • ihr aufgrund von Krankheit nicht in der Lage seid, auf euer Baby zu reagieren.

Wenn diese Gefahren nicht vermieden werden können, ist es besser wenn dein Baby im eigenen Bettchen schläft; am Besten aber trotzdem noch mit im Elternschlafzimmer.

Darüber hinaus gibt es Vorkehrungen, die ihr als Familie für das gemeinsame Bed-Sharing treffen könnt:

  • Die Schlafunterlage deines Babys sollte flach und fest sein.
  • Lege dein Baby in Rückenlage hin.
  • Lege dich nach Möglichkeit dem Baby zugewandt hin.
  • Das gemeinsame Bett muss breit sein. Ein Sofa oder Einzelbett ist zu eng und kann zu Überhitzung des Babys oder dazu führen, dass es aus dem Bett fällt.
  • Aus dem gleichen Grund sollte die Temperatur im Schlafzimmer zwischen 18-20°C betragen. Im Sommer ist auch die wärmere Zimmertemperatur vollkommen in Ordnung.
  • Dein Kind sollte nicht wärmer angezogen beziehungsweise zugedeckt sein als ihr.
  • Decke deinen Liebling nicht mit eurer Decke zu, sondern gebt ihm einen eigenen, nicht zu warmen Schlafsack um auch hier eine Überhitzung zu vermeiden.
  • Die Matratze oder Matratzen dürfen keine Spalten haben, in die das Baby hineinrutschen könnte.

Wenn die Risiken mit diesen Vorkehrungen reduziert werden können, spricht nichts gegen das Bed-Sharing – und für nächtlich stillende Mamas hat es nur Vorteile.

Du musst nicht aufstehen wenn dein Liebling Hunger bekommt. Einfach Brust entkleiden, dein Baby fürs Stillen in der Seitenlage andocken lassen – et voilà! Mit ein bisschen Übung wachen viele Stillpaare gar nicht mehr richtig auf und manche Mamas erinnern sich am nächsten Morgen kaum an die nächtlichen Stillrunden.

Tipps für gestresste Mamas bei Nacht

Natürlich wird Mama trotzdem im Schlaf gestört. Und für manche Stillpaare funktioniert das Bed-Sharing oder das Stillen im Liegen aus unterschiedlichen Gründen einfach nicht oder ist nicht möglich. Die Folge sind Schlafmangel und manchmal gar richtiges Grauen vor „durchzechten“ Nächten.

Das macht es natürlich nicht einfacher einzuschlafen wenn die Stillphase vorbei ist und der kleine Liebling wieder im eigenen Bettchen liegt. Aber keine Sorge. Es gibt ein paar Vorbereitungen, die du als Mama fürs Stillen in der Nacht treffen kannst, die einen reibungslosen Ablauf unterstützen.

Finde eine bequeme Stillposition

Jedes Stillpaar findet früher oder später seine bevorzugten Stillpositionen, die sowohl für Mama als auch Baby angenehm sind. Für nächtliches Stillen sehr zu empfehlen ist, wie bereits erwähnt, das Stillen im Liegen in der Seitenlage.

Natürlich ist das aber nicht Die Eine Wahre Stillposition; auch das so genannte Laid-back-Nursing ist im Bett mit ein paar Kissen einfach zu bewerkstelligen. Stillen im Sitzen in einem bequemen Schaukelstuhl kann aber auch eine schöne Alternative sein.

Halte dein Baby so nah wie möglich bei dir

Stillen in der Nacht ist einfacher und weniger störend wenn du nicht den Flur runter gehen musst um dein weinendes Baby aus seinem Bettchen zu holen. Studien beweisen auch, dass das Risiko für plötzlichen Kindstod reduziert wird wenn dein Liebling mit im Elternzimmer schläft.

Leicht zugängliche Bekleidung

Pyjamas oder ein Nachthemd das vorne aufgeht, anstatt dass du es hoch oder runter ziehen musst, geben deinem Liebling leichten Zugang und halten dich gleichzeitig in kühlen Nächten warm.

Lass das Licht aus

Wenn möglich, stille Nachts ohne das Licht anzumachen. Licht sorgt dafür, dass wir „wacher“ werden, was das Wiedereinschlafen danach herauszögern kann. Wenn ihr gar nicht erst ein Licht braucht, schlummert ihr beide nach der Stillrunde schneller wieder ein.

Nimm dir diese „Ich-Zeit“

Statt dich bei jedem nächtlichen Stillen über die verlorenen Minuten oder Stunden Schlaf zu frusten, sieh diese Zeit als wertvolle gemeinsame Zeit mit deinem Liebling oder gar einfach nur als Zeit für dich.

Manche Mamas, die zum Stillen in der Nacht aufstehen müssen, schauen nebenher fern, lesen, oder holen ihr tagsüber verpasstes Social Media Leben nach.

Klar, das geht gegen den Licht-Aus Vorschlag, aber es gibt eben nicht die eine Regel, die für alle Mamas und ihre Kleinen funktioniert. Du musst – und wirst – bestimmt euren eigenen Rhythmus und Rituale finden, die das nächtliche Stillen so angenehm wie möglich für euch beide machen.

Denk dran: du bist nicht allein mit deiner Erschöpfung, deinem Frust, deinen Selbstzweifeln! So wie dir geht es tausenden anderen stillenden Mamas. Steige mit dir selbst nicht so hart ins Gericht; du wirst das Kind schon Stillen!

 

Leidest du als Mama an Schlafmangel weil es mit dem Stillen selbst nicht so richtig klappt? Es gibt einige Nahrungsmittel, die du zu dir nehmen kannst um deine Milchproduktion anzukurbeln – darunter natürlich auch Stillkugeln.

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